Über mich

Technische Daten

1961 erblickte ich das Licht der Welt im romantischen (aber teuren) Luftkurort Königstein im Taunus. Später zog es meine Eltern in das kleine Taunusstädtchen Oberursel, in dem es mich nach einer kurzen Phase des Wohnens in Frankfurt/M und Bad Homburg v.d.H. wieder verschlagen hatte. Nach einem kurzen Abstecher in Friedrichsdorf/Ts hat mich meine Frau im Jahr 2000 in den Tiefen des Internets gefunden und nach einem Jahr Fernbeziehung wagte ich den Umzug zu Ihr in ein kleines oberbayerisches Dorf ca. 50 km östlich von München. Seit dem lebe ich dort glücklich und zufrieden.

Werdegang

Schon früh fing ich an mich für Technik zu interessieren, was sich darin zeigte, dass ich schon im zarten Alter von 3 Jahren das (damals sehr teure) Kofferradio meines Vaters derart in Einzelteile zerlegte, dass es nicht mehr möglich war es zu reparieren. (Man muss ja wissen, was da so alles drin ist 🙂 ). Diese Art des Umgangs mit komplizierten Geräten habe ich bis heute beibehalten.

Kurz nach meiner kaufmännischen Ausbildung im Fotofachhandel wurde ich Ende der 80er Jahre neugierig, wie diese neuartigen Computer,  mit denen ich in meinem späteren Bürojob konfrontiert wurde, funktionieren. Daraufhin kaufte ich einen kleinen Homecomputer aus einem Sonderangebot und brachte mir die ersten Programmierkenntnisse an. Dadurch wurden die Mitarbeiter der EDV-Abteilung auf mich aufmerksam und ich bekam eine Umschulung zuerst als EDV-Operator und später als Systemprogrammierer.

Während dieser Zeit (Anfang der 90er) hatte ich das erstmals mit einem Modem zu tun. Ich fand es sehr spannend: Ich wählte mit einem guten grauen Wählscheibentelefon bis ein seltsames Pfeifen erklang, drückte die Datentaste und schon konnte ich mich mit den Firmensystemen in Zürich oder Wien verbinden und dort auf den Computern arbeiten.

Nachdem in der Zeitschrift c’t regelmäßig eine Liste der „Mailbox-Systeme“ in Deutschland abgedruckt war und darunter befand sich auch eine Mailbox der Firma Atari, dem Hersteller meines Computers daheim. Also schnappte ich mir das Telefon mit der Datentaste und das Modem über ein Wochenende, öffnete illegalerweise die Telefondose an der Wand und war kurz danach erstmals mit der geheimnisvollen Welt der Mailboxscene verbunden.

In der Atari-Mailbox befand sich ein Diskussionsforum, in dem Menschen aus ganz Deutschland sich zu den verschiedenen Themen rund um den Atari und die EDV austauschten. Hier fand ich bald heraus, dass diese Menschen sich nicht alle auf den selben Rechner versammelten sondern sich auf geheimnisvolle Weise die Diskussionsbeiträge aus ganz Deutschland aus den verschiedensten Mailboxen in dieser einen Mailbox zusammengeführt wurden und von dort aus, Beiträge auch wieder an diese Systeme alle weiter verteilt wurden.

Es war wie ein Rausch und kurz danach fand ich mich mit einem (nicht von der Deutschen Bundespost zugelassenen!) Importmodem mitten in dieser Mailboxscene wieder, diskutierte täglich viele Stunden mit Menschen aus ganz Deutschland von meinem Computer aus über Gott und die Welt und betrieb nach kurzer Zeit eine eigene Mailbox im MausNet, das auch schon damals mit dem derzeit noch jungen und und weitestgehend unbekannten Internet verbunden war.

Seitdem bestimmen Computernetze mein Leben beruflich und Privat. Ich erlaubte mir, sobald es für Privatpersonen möglich war, über EUnet einen direkten Zugang zum Internet, bezahlte damals noch zusätzlich zu den Minutenpreisen des Telefons auch Minutenweise die Nutzung des Internets und erlebt so dann auch die ersten Seiten des WWW.

Durch meine Kenntisse als EDV- und Internetpionier landete ich Ende der 90er beruflich in die Welt der Dotcom-Unternehmen. Rasant und wild – Beruf und Privatleben vermischten sich immer mehr, Von einer Firma ging es in die Nächste mit immer abenteuerlicheren Aufgaben. Als Anfang der 2000er die Blase platzte wechselte ich in solides mittelständiges Unternehmen und arbeite dort in einem Rechenzentrum. Zuständig für das Tagesgeschäft und die Verwaltung der IT-Sicherheit.

Was aus der Zeit blieb: Die Welt der Computernetze ist mein zweites Zuhause. Ich habe in den knapp 30 Jahren Netzerfahrung viele Menschen kennengelernt. Ich habe gelernt, dass Freundschaften nicht nur bei physischer Anwesenheit existieren können und habe mich sogar Online so sehr verliebt, dass daraus eine stabile und gesunde Ehe entstanden ist.

Warum dieser Blog?

Ein Leben ohne Internet und der sich daraus ergebenen Kontakte und Informationen ist für mich nicht mehr vorstellbar. Und trotzdem betrachte ich von Anfang an die Entwicklung in den Netzen kritisch. Wie immer: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten und die Macht von Unternehmen wie Google, Amazon und Facebook machen es in meinen Augen nötig, auch außerhalb dieser Filterblasen unterwegs zu sein.
Dieser Blog dient zum einem dazu, dass mein Freundeskreis aus dem Netz auch ohne Facebook und Co. ein wenig meines Lebens miterleben kann, aber auch dazu meine Gedanken zu verschiedenen Aspekten des Off- und Onlinelebens festzuhalten. Vielleicht kann ja der eine oder andere damit etwas für sich anfangen.

Über eine Rückmeldung zu dem was in diesem Blog geschieht, freue ich mich immer.  Ich garantiere, dass Mailadressen, Onlineaktivitäten, IP-Adressen usw. weiter von mir weder ausgewertet noch vermarktet werden. Also nicht schüchtern sein. 🙂